Achillessehnenruptur
- ICD-10S86.0
- Unfallchirurgie
- Orthopädie
- Sehnen
Auch bekannt als Achillessehnenriss · Ruptur der Achillessehne · Achillessehnenabriss
Die Achillessehnenruptur ist die häufigste Sehnenruptur des Menschen und betrifft typischerweise Männer zwischen 30 und 50 Jahren beim Sport, vor allem bei Sportarten mit schnellen Antritten und Sprüngen wie Badminton, Squash, Tennis oder Fußball. Meist ist die Sehne durch degenerative Veränderungen vorgeschädigt; begünstigend wirken Kortisoninjektionen und Fluorchinolon-Antibiotika. Betroffene hören oft einen peitschenknallartigen Knall und haben das Gefühl, von hinten getreten worden zu sein. Danach sind das Abrollen des Fußes und der Zehenspitzenstand auf der betroffenen Seite nicht mehr möglich.
Einige Zentimeter oberhalb des Fersenbeins ist oft eine Delle in der Sehne tastbar. Beim Thompson-Test bleibt die Plantarflexion des Fußes beim Zusammendrücken der Wade in Bauchlage aus. Die Sonografie bestätigt die Ruptur und zeigt, ob sich die Sehnenenden in Spitzfußstellung annähern. Behandelt wird entweder konservativ-funktionell in einem Spezialschuh mit Fersenerhöhung oder operativ durch Sehnennaht, besonders bei Sportlern. Beide Verfahren führen bei konsequenter Nachbehandlung zu guten Ergebnissen; die Rückkehr zum Sport dauert meist sechs bis zwölf Monate.
💡 Nice to know
Der Name geht auf den griechischen Helden Achilles zurück, dessen Mutter ihn an der Ferse festhielt, als sie ihn in den Fluss Styx tauchte. Seine einzige verwundbare Stelle wurde ihm im Trojanischen Krieg zum Verhängnis, als ihn ein Pfeil genau dort traf.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.