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Äthyltoxische Leberzirrhose

  • ICD-10K70.3
  • Gastroenterologie
  • Leber

Auch bekannt als Alkoholische Leberzirrhose · Leberzirrhose · Alkoholbedingte Leberzirrhose · Laennec-Zirrhose · Dekompensierte Leberzirrhose

Die Leberzirrhose ist das Endstadium chronischer Leberschädigung mit bindegewebigem Umbau und Regeneratknoten. In Deutschland ist chronischer Alkoholkonsum die häufigste Ursache, gefolgt von der metabolischen Fettleber und Virushepatitiden. Die kompensierte Zirrhose kann lange symptomlos sein. Hinweise sind Leberhautzeichen wie Spider naevi, Palmarerythem, Gynäkomastie, Bauchglatze und Dupuytren-Kontraktur. Die Dekompensation zeigt sich durch Aszites, Ikterus, Ösophagusvarizenblutung oder hepatische Enzephalopathie.

Laborchemisch fallen eine verminderte Syntheseleistung mit niedrigem Albumin und erhöhtem INR, Thrombozytopenie und erhöhtes Bilirubin auf. Sonografie und Elastografie zeigen die knotige Leberoberfläche und Zeichen der portalen Hypertension. Schweregrad und Prognose werden mit Child-Pugh- und MELD-Score bewertet. Wichtigste Maßnahme ist die vollständige Alkoholkarenz. Komplikationen werden gezielt behandelt: Diuretika und Parazentese bei Aszites, Betablocker und Ligatur bei Varizen, Lactulose und Rifaximin bei Enzephalopathie. Regelmäßige Ultraschallkontrollen dienen der Früherkennung des hepatozellulären Karzinoms; letzte Option ist die Lebertransplantation.

💡 Nice to know

Die Leber kann sich nach einer Teilresektion fast vollständig regenerieren. Das kannte schon die griechische Sage: Prometheus wurde zur Strafe an einen Felsen geschmiedet, und ein Adler fraß täglich von seiner Leber, die jede Nacht nachwuchs.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.