Akute Hepatitis B
- ICD-10B16.9
- Infektiologie
- Gastroenterologie
- Leber
Auch bekannt als Hepatitis B · HBV-Infektion · Hepatitis-B-Virusinfektion · Virushepatitis B · Serumhepatitis
Die Hepatitis B wird durch ein DNA-Virus ausgelöst, das über Blut, Sexualkontakte und von der Mutter auf das Kind bei der Geburt übertragen wird. Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 6 Monate. Rund zwei Drittel der akuten Infektionen bei Erwachsenen verlaufen asymptomatisch oder unspezifisch, die übrigen mit Abgeschlagenheit, Übelkeit, Oberbauchschmerz, Arthralgien, Ikterus, dunklem Urin und hellem Stuhl. Bei Erwachsenen heilen über 90 Prozent der Infektionen aus, bei perinatal infizierten Kindern wird die Infektion dagegen meist chronisch.
Laborchemisch fallen stark erhöhte Transaminasen auf. Die Serologie unterscheidet die Stadien: HBsAg und Anti-HBc-IgM sprechen für eine akute Infektion, Anti-HBs bei negativem HBsAg für eine ausgeheilte Infektion oder Impfung, HBV-DNA zeigt die Viruslast. Die akute Hepatitis B wird meist symptomatisch behandelt, nur fulminante Verläufe erhalten Nukleosid- oder Nukleotidanaloga. Die chronische Infektion kann zu Leberzirrhose und hepatozellulärem Karzinom führen. Die Impfung wird seit 1995 für alle Säuglinge empfohlen.
💡 Nice to know
Der Hepatitis-B-Impfstoff gilt als erster Impfstoff gegen eine Krebserkrankung: Weil er chronische Infektionen verhindert, senkt er auch das Risiko für Leberzellkrebs. In Taiwan ging nach Einführung der Säuglingsimpfung die Rate an Leberkrebs bei Kindern deutlich zurück.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.