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Akute Pyelonephritis

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Auch bekannt als Pyelonephritis · Nierenbeckenentzündung · Oberer Harnwegsinfekt · Akute Nierenbeckenentzündung

Die akute Pyelonephritis ist eine bakterielle Infektion von Nierenbecken und Nierenparenchym, meist durch aufsteigende Keime aus der Harnblase. Häufigster Erreger ist E. coli. Frauen sind wegen der kurzen Harnröhre häufiger betroffen; Risikofaktoren sind Schwangerschaft, Harnabflussstörungen, Steine, Diabetes mellitus und Blasenkatheter. Typisch sind Fieber, Schüttelfrost, Flankenschmerz und ein klopfschmerzhaftes Nierenlager, häufig mit vorausgehenden Beschwerden einer Zystitis wie Dysurie und Pollakisurie.

Im Urin finden sich Leukozyten, Nitrit, Bakterien und eventuell Leukozytenzylinder; vor Therapiebeginn wird eine Urinkultur angelegt. Im Blut sind Entzündungswerte erhöht. Die Sonografie schließt einen Harnstau oder Abszess aus. Unkomplizierte Fälle werden oral, etwa mit Ciprofloxacin oder Cefpodoxim, über 7 bis 10 Tage behandelt, schwere Verläufe stationär intravenös. Ein Harnstau mit Infektion muss sofort entlastet werden, da sonst eine Urosepsis droht.

💡 Nice to know

In der Schwangerschaft weiten Progesteron und der Druck der Gebärmutter die Harnleiter, besonders rechts. Deshalb entwickeln Schwangere aus einer zunächst symptomlosen Bakteriurie deutlich häufiger eine Pyelonephritis.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.