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Aneurysmatische Subarachnoidalblutung

  • ICD-10I60.9
  • Neurologie
  • Neurochirurgie
  • Gehirn

Auch bekannt als Subarachnoidalblutung · SAB · Aneurysmablutung · Hirnaneurysma-Ruptur

Bei der aneurysmatischen Subarachnoidalblutung reißt ein Aneurysma einer Hirnbasisarterie, meist im Bereich des Circulus arteriosus Willisii, und Blut gelangt in den Liquorraum. Risikofaktoren sind Rauchen, arterielle Hypertonie, Alkohol, familiäre Belastung und Zystennieren. Leitsymptom ist ein schlagartig einsetzender, vernichtender Kopfschmerz, den Betroffene als die stärksten Kopfschmerzen ihres Lebens beschreiben, oft bei körperlicher Anstrengung. Hinzu kommen Übelkeit, Erbrechen, Nackensteifigkeit, Lichtscheu und häufig Bewusstseinsstörungen bis zum Koma.

Diagnostik der ersten Wahl ist die native CT, die frisches Blut in den basalen Zisternen zeigt; bei unauffälliger CT und fortbestehendem Verdacht folgt eine Lumbalpunktion mit Nachweis von Blut oder Xanthochromie. Die CT- oder digitale Subtraktionsangiografie lokalisiert das Aneurysma. Es wird möglichst früh verschlossen, endovaskulär durch Coiling oder operativ per Clipping, um eine Nachblutung zu verhindern. Gefürchtete Komplikationen sind Vasospasmen mit verzögerten Hirninfarkten, denen mit Nimodipin vorgebeugt wird, und ein Hydrozephalus. Die Sterblichkeit ist hoch, viele Überlebende behalten Einschränkungen.

💡 Nice to know

Bei manchen Patienten geht der großen Blutung Tage bis Wochen vorher ein plötzlicher, heftiger „Warnkopfschmerz“ voraus. Wird er erkannt und das Aneurysma rechtzeitig versorgt, lässt sich die lebensbedrohliche Blutung oft verhindern.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.