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Asthma bronchiale

  • ICD-10J45.9
  • Pneumologie
  • Atemwege
  • Lunge

Auch bekannt als Asthma · Asthmaanfall · Akuter Asthmaanfall · Bronchialasthma · Allergisches Asthma

Asthma bronchiale ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege mit bronchialer Hyperreagibilität und variabler, reversibler Atemwegsobstruktion. Bei Kindern und jungen Erwachsenen überwiegt das allergische Asthma, im späteren Leben häufiger das nicht-allergische. Auslöser sind Allergene, Infekte, Kälte, Anstrengung, Rauch oder Medikamente wie ASS und Betablocker. Typisch sind anfallsartige Atemnot, Giemen, Engegefühl in der Brust und Husten, besonders nachts und frühmorgens.

Die Diagnose sichert die Lungenfunktion: Eine Obstruktion, die sich nach Bronchodilatator deutlich bessert, oder ein positiver Provokationstest. Im Anfall finden sich verlängertes Exspirium und Giemen; eine „stille Lunge“ ist ein Alarmzeichen. Die Dauertherapie folgt einem Stufenschema mit inhalativen Kortikosteroiden als Basis, ergänzt durch lang wirksame Beta-2-Agonisten, Antileukotriene oder Biologika. Im akuten Anfall werden kurz wirksame Beta-2-Agonisten, Ipratropium, systemische Kortikosteroide und Sauerstoff gegeben, bei schwerem Verlauf Magnesium intravenös.

💡 Nice to know

Bei einem schweren Asthmaanfall ist ein normaler oder steigender pCO₂ ein schlechtes Zeichen: Eigentlich hyperventilieren die Patienten. Normalisiert sich das CO₂, ermüdet die Atemmuskulatur und die Intubation droht.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.