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Clostridioides-difficile-Infektion

  • ICD-10A04.7
  • Infektiologie
  • Gastroenterologie
  • Darm

Auch bekannt als CDI · C.-difficile-Kolitis · Pseudomembranöse Kolitis · Clostridium-difficile-Infektion · Antibiotika-assoziierte Kolitis

Clostridioides difficile ist ein sporenbildendes, toxinbildendes Bakterium und die häufigste Ursache von Durchfällen, die im Krankenhaus erworben werden. Wichtigster Risikofaktor ist eine vorausgegangene Antibiotikatherapie, besonders mit Clindamycin, Cephalosporinen oder Fluorchinolonen, die die normale Darmflora schädigt. Weitere Risikofaktoren sind höheres Alter, Krankenhausaufenthalte und Protonenpumpenhemmer. Typisch sind wässrige, übelriechende Durchfälle, Bauchkrämpfe und Fieber, meist während oder bis zu einige Wochen nach der Antibiotikagabe; schwere Verläufe führen zu toxischem Megakolon und Perforation.

Die Diagnose erfolgt durch den Nachweis des Erregers (GDH-Antigen oder PCR) und der Toxine A und B im Stuhl. Endoskopisch zeigen schwere Formen gelblich-weiße Pseudomembranen auf der Kolonschleimhaut. Das auslösende Antibiotikum wird möglichst abgesetzt; Mittel der Wahl sind Fidaxomicin oder orales Vancomycin. Die Sporen überstehen die alkoholische Händedesinfektion, deshalb müssen die Hände zusätzlich gewaschen und Patienten isoliert werden. Schwere Verläufe sind in Deutschland meldepflichtig, Rückfälle sind häufig.

💡 Nice to know

Bei wiederholten Rückfällen hilft eine Stuhltransplantation: Die aufbereitete Darmflora eines gesunden Spenders heilt in einem großen Teil der Fälle, deutlich häufiger als eine weitere Antibiotikakur.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.