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Commotio cerebri

  • ICD-10S06.0
  • Unfallchirurgie
  • Neurologie
  • Gehirn

Auch bekannt als Gehirnerschütterung · Leichtes Schädel-Hirn-Trauma · SHT Grad I · Concussion · Leichtes SHT

Die Commotio cerebri ist eine traumatisch bedingte, vorübergehende Funktionsstörung des Gehirns ohne strukturell nachweisbare Schädigung. Typische Ursachen sind Stürze, Verkehrs- und Sportunfälle. Charakteristisch sind eine kurze Bewusstlosigkeit von Sekunden bis wenigen Minuten, eine Erinnerungslücke für das Ereignis, Kopfschmerz, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Verlangsamung und Konzentrationsstörungen. Der Glasgow Coma Scale liegt bei 13 bis 15 Punkten.

Die Diagnose ist klinisch. Eine kraniale CT ist bei Risikofaktoren angezeigt, etwa wiederholtem Erbrechen, GCS unter 15 nach zwei Stunden, Verdacht auf Schädelfraktur, Krampfanfall, Alter über 65 Jahren oder Antikoagulation, um Blutungen wie ein Epidural- oder Subduralhämatom auszuschließen. Patienten mit Risikofaktoren werden 24 Stunden überwacht. Therapeutisch genügen körperliche und kognitive Schonung für wenige Tage mit stufenweiser Rückkehr in Schule, Arbeit und Sport. Ein Teil der Patienten entwickelt ein postkommotionelles Syndrom mit anhaltenden Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen.

💡 Nice to know

Im Sport gilt „when in doubt, sit them out“: Ein zweiter Schlag, bevor sich das Gehirn erholt hat, kann beim seltenen Second-Impact-Syndrom zu einer massiven Hirnschwellung führen, besonders bei Jugendlichen.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.