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Dermatitis herpetiformis Duhring

  • ICD-10L13.0
  • Dermatologie
  • Gastroenterologie
  • Haut
  • Darm

Auch bekannt als Dermatitis herpetiformis · Morbus Duhring · Duhring-Krankheit · Duhring-Brocq-Krankheit · Hautzöliakie

Die Dermatitis herpetiformis Duhring ist eine bullöse Autoimmunerkrankung der Haut und gilt als Hautmanifestation der Zöliakie. Antikörper gegen die epidermale Transglutaminase lagern sich in den Hautpapillen ab. Typisch sind stark juckende, gruppiert stehende Papeln und kleine Bläschen, die symmetrisch an den Streckseiten von Ellenbogen und Knien, am Gesäß, Rücken und behaarten Kopf auftreten. Wegen des Juckreizes sieht man oft nur Kratzspuren und Krusten. Die meisten Patienten haben keine Darmbeschwerden, obwohl sich in der Biopsie häufig eine Zottenatrophie findet.

Die Diagnose sichert die direkte Immunfluoreszenz aus periläsionaler Haut mit granulären IgA-Ablagerungen in den Papillenspitzen. Im Serum sind Antikörper gegen Gewebstransglutaminase und epidermale Transglutaminase nachweisbar. Grundlage der Therapie ist eine lebenslange glutenfreie Ernährung, die Haut und Darm abheilen lässt und das Lymphomrisiko senkt. Bis sie wirkt, wird der Juckreiz rasch mit Dapson behandelt, vorher sollte ein Glukose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel ausgeschlossen werden.

💡 Nice to know

Jod kann die Hautveränderungen verstärken; früher nutzte man das sogar diagnostisch mit einem Jodkalium-Provokationstest. Heute macht man das nicht mehr, aber manche Patienten bemerken, dass jodreiche Nahrung wie Meeresfrüchte ihre Haut verschlechtert.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.