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Endometriose

  • ICD-10N80.9
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Uterus
  • Ovar

Auch bekannt als Endometriosis · Endometriom · Endometriosis genitalis

Bei der Endometriose wächst gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle, etwa am Bauchfell des kleinen Beckens, an den Eierstöcken, an den Haltebändern der Gebärmutter, an Darm oder Blase. Das Gewebe reagiert auf den Monatszyklus und verursacht Entzündungen, Verwachsungen und Zysten. Betroffen ist etwa jede zehnte Frau im gebärfähigen Alter. Leitsymptome sind starke, oft zunehmende Regelschmerzen, chronische Unterbauchschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, zyklische Schmerzen beim Stuhlgang oder Wasserlassen und ungewollte Kinderlosigkeit.

Die gynäkologische Untersuchung kann druckschmerzhafte Knoten im hinteren Scheidengewölbe zeigen, der transvaginale Ultraschall typische Eierstockzysten mit schokoladenfarbenem Inhalt (Endometriome) und tiefe Herde. Gesichert wird die Diagnose laparoskopisch mit Histologie; bei typischem Befund wird heute aber auch ohne Operation behandelt. Therapeutisch kommen Schmerzmittel, Gestagene wie Dienogest oder kombinierte hormonelle Verhütungsmittel zum Einsatz. Bei starken Beschwerden, großen Zysten oder Kinderwunsch werden die Herde laparoskopisch entfernt. Nach den Wechseljahren bildet sich die Erkrankung meist zurück.

💡 Nice to know

Zwischen den ersten Beschwerden und der Diagnose vergehen in Deutschland im Durchschnitt viele Jahre, oft werden sieben bis zehn Jahre genannt. Ein häufiger Grund ist, dass starke Regelschmerzen lange als normal gelten.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.