Hashimoto-Thyreoiditis
- ICD-10E06.3
- Endokrinologie
- Schilddrüse
Auch bekannt als Hypothyreose · Autoimmunthyreoiditis · Chronische lymphozytäre Thyreoiditis · Schilddrüsenunterfunktion · Morbus Hashimoto
Die Hashimoto-Thyreoiditis ist eine chronische Autoimmunentzündung der Schilddrüse und die häufigste Ursache einer Hypothyreose in Regionen mit ausreichender Jodversorgung. Frauen sind deutlich häufiger betroffen. Lymphozyten infiltrieren das Gewebe und zerstören es langsam, typisch sind Antikörper gegen Thyreoperoxidase (TPO-AK). Die Hypothyreose entwickelt sich schleichend mit Müdigkeit, Kälteintoleranz, Gewichtszunahme, Obstipation, trockener Haut, Haarausfall, depressiver Verstimmung und verlangsamten Reflexen.
Im Labor ist das TSH erhöht und das freie T4 erniedrigt oder bei latenter Form noch normal. Die Sonografie zeigt eine echoarme, oft verkleinerte Schilddrüse. Zu Beginn kann vorübergehend eine Überfunktion auftreten (Hashitoxikose). Behandelt wird die manifeste Hypothyreose mit L-Thyroxin, einschleichend dosiert und nach TSH angepasst, meist lebenslang. Selten führt eine schwere unbehandelte Hypothyreose zum Myxödemkoma.
💡 Nice to know
Der japanische Chirurg Hakaru Hashimoto beschrieb die Erkrankung 1912 als Struma lymphomatosa, und zwar in einer deutschsprachigen Fachzeitschrift, weil er damals in Deutschland forschte.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.