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Hodgkin-Lymphom

  • ICD-10C81.9
  • Hämatologie
  • Onkologie
  • Lymphknoten

Auch bekannt als Morbus Hodgkin · Lymphogranulomatose · Hodgkin-Krankheit · Klassisches Hodgkin-Lymphom

Das Hodgkin-Lymphom ist ein bösartiges Lymphom, das typischerweise junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren und in einem zweiten Gipfel ältere Menschen betrifft. Charakteristisch sind wenige große, mehrkernige Hodgkin- und Reed-Sternberg-Zellen, umgeben von zahlreichen reaktiven Entzündungszellen. Eine frühere Infektion mit dem Epstein-Barr-Virus erhöht das Risiko. Leitsymptom sind schmerzlose, derbe, verbackene Lymphknotenschwellungen, am häufigsten am Hals oder oberhalb des Schlüsselbeins, oft auch im Mediastinum. Hinzu kommen B-Symptome, also Fieber, Nachtschweiß und Gewichtsverlust, sowie manchmal quälender Juckreiz.

Gesichert wird die Diagnose durch die Entnahme eines ganzen Lymphknotens mit histologischer Untersuchung. PET-CT und weitere Untersuchungen bestimmen das Stadium nach der Ann-Arbor-Klassifikation. Behandelt wird stadienabhängig mit Chemotherapie, etwa ABVD oder BEACOPP, gegebenenfalls kombiniert mit Strahlentherapie; ein negatives PET im Verlauf erlaubt häufig eine Therapiereduktion. Das Hodgkin-Lymphom ist eine der am besten heilbaren Krebserkrankungen, mit Heilungsraten von deutlich über 80 %. Wichtig ist die Langzeitnachsorge wegen Spätfolgen wie Zweittumoren und Herzschäden.

💡 Nice to know

Ein kurioses, seltenes Symptom ist der Alkoholschmerz: Manche Betroffene spüren kurz nach dem Genuss schon kleiner Mengen Alkohol Schmerzen in den befallenen Lymphknoten. Der Mechanismus ist bis heute nicht geklärt.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.