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Hypertensive intrazerebrale Blutung

  • ICD-10I61.0
  • Neurologie
  • Neurochirurgie
  • Gehirn

Auch bekannt als Intrazerebrale Blutung · ICB · Hirnblutung · Hämorrhagischer Schlaganfall · Stammganglienblutung · Hypertensive Massenblutung

Die intrazerebrale Blutung macht etwa 10 bis 15 Prozent aller Schlaganfälle aus. Häufigste Ursache ist eine langjährige arterielle Hypertonie, die kleine perforierende Arterien schädigt; typische Lokalisationen sind Stammganglien, Thalamus, Pons und Kleinhirn. Lobäre Blutungen bei älteren Menschen sprechen eher für eine zerebrale Amyloidangiopathie, weitere Ursachen sind Antikoagulation, Gefäßfehlbildungen und Tumoren. Typisch sind plötzliche Halbseitensymptome, oft mit Kopfschmerz, Erbrechen, sehr hohem Blutdruck und rascher Bewusstseinsminderung.

Klinisch lässt sich die Blutung nicht sicher von einem Hirninfarkt unterscheiden, daher ist die sofortige CT oder MRT entscheidend; die Blutung ist im CT sofort hyperdens. Therapeutisch wird der systolische Blutdruck zügig gesenkt, eine Antikoagulation wird antagonisiert und der Patient auf einer Stroke Unit oder Intensivstation überwacht. Operiert wird vor allem bei Kleinhirnblutungen mit Hirnstammkompression oder Hydrozephalus. Die Prognose hängt von Volumen, Lage, Ventrikeleinbruch und Bewusstseinslage ab und ist deutlich schlechter als beim ischämischen Schlaganfall.

💡 Nice to know

Eine Blutung im CT wächst in den ersten Stunden häufig noch weiter. Ein „Spot Sign“, ein kleiner Kontrastmittelaustritt in der CT-Angiografie, zeigt an, dass es noch aktiv blutet und das Hämatom wahrscheinlich größer wird.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.