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Influenza

  • ICD-10J10.1
  • Infektiologie
  • Pneumologie
  • Atemwege
  • Lunge

Auch bekannt als Grippe · Echte Grippe · Virusgrippe · Influenzavirus-Infektion · Flu

Die Influenza wird durch Influenza-A- oder -B-Viren ausgelöst und tritt in Deutschland vor allem in saisonalen Wellen im Winter auf. Die Übertragung erfolgt über Tröpfchen und Aerosole, die Inkubationszeit beträgt ein bis zwei Tage. Typisch ist der plötzliche Beginn mit hohem Fieber, Schüttelfrost, ausgeprägtem Krankheitsgefühl, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie trockenem Husten. Im Unterschied zum banalen Erkältungsinfekt fühlen sich Patienten innerhalb von Stunden schwer krank.

Die Diagnose wird in der Saison oft klinisch gestellt und kann per PCR oder Antigen-Schnelltest aus dem Nasen-Rachen-Abstrich gesichert werden. Meist genügt eine symptomatische Therapie. Risikopatienten und schwer Erkrankte erhalten möglichst innerhalb von 48 Stunden Neuraminidasehemmer wie Oseltamivir. Gefürchtete Komplikationen sind die primäre Influenzapneumonie, bakterielle Superinfektionen mit Staphylococcus aureus oder Pneumokokken, Myokarditis und die Dekompensation von Vorerkrankungen. Die jährliche Impfung wird unter anderem Menschen ab 60 Jahren, Schwangeren, chronisch Kranken und medizinischem Personal empfohlen.

💡 Nice to know

Weil sich die Oberflächenproteine Hämagglutinin und Neuraminidase ständig verändern, muss der Impfstoff jedes Jahr neu zusammengestellt werden. Die WHO legt dafür jeweils im Februar fest, welche Virusstämme in der kommenden Saison auf der Nordhalbkugel erwartet werden.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.