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Ischämischer Schlaganfall

  • ICD-10I63.9
  • Neurologie
  • Gehirn
  • Gefäße

Auch bekannt als Hirninfarkt · Schlaganfall · Apoplex · Ischämischer Hirninfarkt · Mediainfarkt · Stroke

Beim ischämischen Schlaganfall führt der Verschluss einer hirnversorgenden Arterie zu einer Minderdurchblutung des Hirngewebes. Häufigste Ursachen sind Embolien aus dem Herzen, vor allem bei Vorhofflimmern, Atherosklerose der großen Arterien, etwa einer Karotisstenose, und Mikroangiopathie kleiner Gefäße. Das klinische Bild hängt vom Gefäßgebiet ab: Beim Mediainfarkt typisch sind brachiofazial betonte Hemiparese, Hemihypästhesie, Aphasie bei dominanter Hemisphäre oder Neglect. Die Symptome setzen schlagartig und meist schmerzlos ein.

Entscheidend ist die Zeit: Eine sofortige CT oder MRT schließt eine Blutung aus, die CT-Angiografie zeigt einen Gefäßverschluss. Innerhalb von 4,5 Stunden kann systemisch lysiert werden, bei Verschluss großer Gefäße erfolgt zusätzlich eine mechanische Thrombektomie, in ausgewählten Fällen auch bis 24 Stunden. Die Behandlung auf einer Stroke Unit senkt Sterblichkeit und Behinderung. Zur Sekundärprophylaxe gehören Thrombozytenaggregationshemmer oder bei Vorhofflimmern eine Antikoagulation, Statin, Blutdruckeinstellung und gegebenenfalls eine Karotisrevaskularisation.

💡 Nice to know

Pro Minute eines unbehandelten Gefäßverschlusses gehen schätzungsweise knapp zwei Millionen Nervenzellen zugrunde. Daher kommt der Leitsatz „Time is brain“.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.