Kolorektales Karzinom
- ICD-10C18.9
- Gastroenterologie
- Onkologie
- Darm
Auch bekannt als Darmkrebs · Kolonkarzinom · Rektumkarzinom · Dickdarmkrebs · KRK
Das kolorektale Karzinom gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern und Frauen. Es entsteht meist über Jahre aus gutartigen Adenomen (Adenom-Karzinom-Sequenz). Risikofaktoren sind höheres Alter, familiäre Belastung, rotes und verarbeitetes Fleisch, Übergewicht, Bewegungsmangel, Rauchen, Alkohol und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen; seltener liegen erbliche Syndrome wie das Lynch-Syndrom vor. Frühe Tumoren machen kaum Beschwerden. Später treten Blut im Stuhl, veränderte Stuhlgewohnheiten, Eisenmangelanämie, Gewichtsverlust und bei fortgeschrittenen Tumoren ein Darmverschluss auf.
Diagnostik der Wahl ist die Koloskopie mit Biopsie; CT von Thorax und Abdomen sowie der Tumormarker CEA dienen Staging und Verlaufskontrolle, beim Rektumkarzinom zusätzlich eine MRT des Beckens. Kolonkarzinome werden mit den zugehörigen Lymphknoten operativ entfernt, ab Stadium III folgt eine adjuvante Chemotherapie. Rektumkarzinome erhalten je nach Stadium vor der Operation eine Radiochemotherapie. Auch Leber- oder Lungenmetastasen können in ausgewählten Fällen kurativ entfernt werden. Vorsorgekoloskopien senken Häufigkeit und Sterblichkeit deutlich.
💡 Nice to know
Die Koloskopie ist eine der wenigen Krebsuntersuchungen, die Krebs nicht nur früh erkennt, sondern verhindert: Wird ein Adenom bei der Spiegelung abgetragen, kann aus ihm kein Karzinom mehr entstehen.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.