Mammakarzinom
- ICD-10C50.9
- Gynäkologie und Geburtshilfe
- Onkologie
- Brust
Auch bekannt als Brustkrebs · Mamma-Ca · Brustkarzinom · Invasives Mammakarzinom
Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung der Frau; etwa jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran, selten sind auch Männer betroffen. Risikofaktoren sind vor allem Alter, familiäre Belastung und Mutationen in den Genen BRCA1 oder BRCA2, eine lange Östrogenwirkung durch frühe erste Regel, späte Wechseljahre, späte oder keine Schwangerschaft, Hormonersatztherapie, Übergewicht nach den Wechseljahren, Alkohol und Bewegungsmangel. Frühe Tumoren verursachen keine Beschwerden. Hinweise sind ein tastbarer, derber, schlecht verschieblicher Knoten, meist im oberen äußeren Quadranten, Einziehungen von Haut oder Brustwarze, Orangenhaut, Absonderungen aus der Brustwarze und vergrößerte Achsellymphknoten.
Abgeklärt wird mit Mammografie, Ultraschall und gegebenenfalls MRT, gesichert durch eine Stanzbiopsie. Hormonrezeptoren, HER2-Status und Proliferationsrate bestimmen die Therapie. Meist wird brusterhaltend operiert mit anschließender Bestrahlung, bei Bedarf wird die Brust entfernt; der Wächterlymphknoten wird untersucht. Je nach Tumorbiologie folgen Chemotherapie, eine Anti-HER2-Therapie wie Trastuzumab oder eine antihormonelle Therapie mit Tamoxifen oder Aromatasehemmern über mehrere Jahre. Das Mammografie-Screening wird in Deutschland Frauen zwischen 50 und 75 Jahren alle zwei Jahre angeboten. Die meisten Frauen mit Brustkrebs im Frühstadium werden geheilt.
💡 Nice to know
Die Schauspielerin Angelina Jolie machte 2013 öffentlich, dass sie sich wegen einer BRCA1-Mutation vorsorglich beide Brüste entfernen ließ. Danach stieg die Zahl der Gentests weltweit sprunghaft an, was als „Angelina-Effekt“ bekannt wurde.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.