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Morbus Cushing

  • ICD-10E24.0
  • Endokrinologie
  • Hypophyse

Auch bekannt als Hypophysäres Cushing-Syndrom · Zentrales Cushing-Syndrom · Cushing-Syndrom · Hyperkortisolismus · ACTH-produzierendes Hypophysenadenom

Beim Morbus Cushing produziert ein meist kleines Adenom der Hypophyse zu viel ACTH, das die Nebennieren zur Kortisolbildung antreibt. Er ist die häufigste endogene Ursache eines Cushing-Syndroms; insgesamt am häufigsten ist aber das iatrogene Cushing-Syndrom durch eine Kortisontherapie. Typisch sind eine stammbetonte Adipositas mit Vollmondgesicht und Stiernacken, dünne Haut mit breiten, rötlich-violetten Striae, Blutergüsse, Muskelschwäche der Oberschenkel, arterielle Hypertonie, Diabetes, Osteoporose sowie Zyklusstörungen, Akne und psychische Veränderungen.

Suchtests sind der Dexamethason-Hemmtest über Nacht, das freie Kortisol im 24-Stunden-Urin und das Kortisol im Mitternachtsspeichel. Ist der Hyperkortisolismus bestätigt, spricht ein normales bis erhöhtes ACTH für eine ACTH-abhängige Ursache; Hypophysen-MRT und CRH-Test helfen bei der Lokalisation, im Zweifel eine Katheteruntersuchung der Sinus petrosi inferiores. Therapie der Wahl ist die transsphenoidale Entfernung des Adenoms. Danach müssen Patienten vorübergehend Hydrocortison einnehmen, da die eigene Achse unterdrückt ist.

💡 Nice to know

Harvey Cushing, einer der Begründer der Neurochirurgie, beschrieb das Krankheitsbild 1932. Er war nebenbei ein preisgekrönter Autor: Für seine Biografie des Mediziners William Osler erhielt er 1926 den Pulitzer-Preis.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.