Morbus Parkinson
- ICD-10G20.9
- Neurologie
- Gehirn
Auch bekannt als Parkinson-Krankheit · Idiopathisches Parkinson-Syndrom · Parkinson · Schüttellähmung
Morbus Parkinson ist eine neurodegenerative Erkrankung, bei der dopaminproduzierende Nervenzellen der Substantia nigra zugrunde gehen; typisch sind Ablagerungen von Alpha-Synuclein in Form von Lewy-Körperchen. Die Erkrankung beginnt meist nach dem 60. Lebensjahr. Die motorischen Kardinalsymptome sind Bradykinese, Rigor, Ruhetremor und später posturale Instabilität, oft einseitig beginnend. Typisch sind eine kleiner werdende Schrift, eine leise, monotone Stimme, eine verminderte Mimik, ein kleinschrittiger Gang mit fehlendem Armschwung und Schwierigkeiten beim Losgehen und Wenden.
Den motorischen Symptomen gehen oft Jahre voraus: Riechstörung, Verstopfung, Depression und eine REM-Schlaf-Verhaltensstörung, bei der Betroffene ihre Träume ausagieren. Die Diagnose ist klinisch; ein gutes Ansprechen auf L-Dopa stützt sie, nuklearmedizinische Verfahren wie der DaTSCAN helfen in unklaren Fällen. Behandelt wird mit L-Dopa in Kombination mit einem Decarboxylasehemmer, Dopaminagonisten und MAO-B-Hemmern, ergänzt durch Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie. Im Verlauf treten Wirkungsschwankungen und Überbewegungen auf; dann können Pumpentherapien oder die tiefe Hirnstimulation helfen.
💡 Nice to know
James Parkinson beschrieb die Erkrankung 1817 in seinem „Essay on the Shaking Palsy“ anhand von sechs Personen, von denen er einige nur auf der Straße beobachtet hatte. Den Namen „Parkinson-Krankheit“ prägte erst Jahrzehnte später Jean-Martin Charcot.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.