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Nicht-ST-Hebungsinfarkt

  • ICD-10I21.4
  • Kardiologie
  • Herz

Auch bekannt als NSTEMI · NSTE-ACS · Akutes Koronarsyndrom ohne ST-Hebung · Subendokardialer Myokardinfarkt · Instabile Angina pectoris

Der Nicht-ST-Hebungsinfarkt gehört wie die instabile Angina pectoris zum akuten Koronarsyndrom ohne ST-Hebung. Ursache ist meist eine Plaqueruptur mit nicht vollständig verschließendem Thrombus, sodass vor allem die innenliegenden, subendokardialen Myokardschichten ischämisch werden. Er ist häufiger als der STEMI und betrifft eher ältere, multimorbide Patienten. Leitsymptom ist ein Brustschmerz in Ruhe oder bei geringer Belastung, oft neu aufgetreten oder in Häufigkeit und Intensität zunehmend.

Das EKG zeigt keine ST-Hebungen, sondern ST-Senkungen, T-Negativierungen oder ist sogar unauffällig. Die Diagnose sichert ein Anstieg und Abfall des hochsensitiven Troponins, meist mit einem 0/1-Stunden-Algorithmus; bei normalem Troponin spricht man von instabiler Angina pectoris. Therapeutisch erhalten Patienten ASS, Antikoagulation und je nach Situation einen P2Y12-Hemmer. Die Koronarangiografie erfolgt bei Hochrisikopatienten innerhalb von 24 Stunden, bei hämodynamischer Instabilität, therapierefraktärem Schmerz oder Rhythmusstörungen sofort. Die Langzeitprognose ist wegen der Begleiterkrankungen nicht besser als nach einem STEMI.

💡 Nice to know

Troponin ist herzspezifisch, aber nicht infarktspezifisch: Auch Lungenembolie, Myokarditis, Sepsis, Niereninsuffizienz oder ein Marathonlauf können es erhöhen. Entscheidend ist deshalb die Dynamik der Werte im Verlauf zusammen mit der Klinik.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.