Nichtkleinzelliges Bronchialkarzinom
- ICD-10C34.9
- Pneumologie
- Onkologie
- Lunge
Auch bekannt als NSCLC · Lungenkrebs · Bronchialkarzinom · Lungenkarzinom · Adenokarzinom der Lunge
Das Bronchialkarzinom ist weltweit die häufigste Krebstodesursache; etwa 85 % sind nichtkleinzellige Karzinome, vor allem Adenokarzinome und Plattenepithelkarzinome. Wichtigster Risikofaktor ist das Rauchen, daneben Radon, Asbest und Feinstaub; Adenokarzinome treten auch bei Nie-Rauchern auf. Frühe Stadien verursachen kaum Beschwerden. Später kommen hartnäckiger Husten, Bluthusten, Gewichtsverlust, Atemnot und Knochenschmerzen hinzu. Ein Tumor in der Lungenspitze kann als Pancoast-Tumor mit Horner-Syndrom und Schulter-Arm-Schmerzen auffallen.
Nach Röntgen und CT des Thorax wird die Diagnose histologisch per Bronchoskopie oder CT-gesteuerter Punktion gesichert; PET-CT und Schädel-MRT dienen dem Staging. Heute gehört die molekulare Testung auf Treibermutationen wie EGFR, ALK oder ROS1 sowie die Bestimmung von PD-L1 zur Standarddiagnostik. Frühe Stadien werden operiert, lokal fortgeschrittene mit Radiochemotherapie behandelt. Im metastasierten Stadium kommen je nach Tumorprofil zielgerichtete Tabletten, Immuntherapie und Chemotherapie zum Einsatz. Die Prognose hängt stark vom Stadium bei Diagnose ab.
💡 Nice to know
Der Zusammenhang zwischen Rauchen und Lungenkrebs wurde 1950 fast gleichzeitig in mehreren großen Studien belegt, unter anderem von Richard Doll und Austin Bradford Hill. Hill entwickelte später die Bradford-Hill-Kriterien, mit denen man bis heute prüft, ob ein statistischer Zusammenhang tatsächlich ursächlich ist.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.