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Nierenzellkarzinom

  • ICD-10C64
  • Urologie
  • Onkologie
  • Niere

Auch bekannt als Nierenkrebs · Hypernephrom · Klarzelliges Nierenzellkarzinom · RCC · Grawitz-Tumor

Das Nierenzellkarzinom ist der häufigste bösartige Nierentumor des Erwachsenen und geht vom Epithel der Nierentubuli aus; der häufigste Subtyp ist das klarzellige Karzinom. Risikofaktoren sind Rauchen, Übergewicht, arterielle Hypertonie, langjährige Dialyse und erbliche Syndrome wie das Von-Hippel-Lindau-Syndrom. Heute wird der Tumor meist zufällig bei einer Sonografie oder CT entdeckt. Die klassische Trias aus Hämaturie, Flankenschmerz und tastbarem Tumor zeigt sich nur noch selten und spricht dann für ein fortgeschrittenes Stadium.

Nierenzellkarzinome können paraneoplastische Syndrome verursachen, etwa eine Polyglobulie durch Erythropoetin, eine Hyperkalzämie oder Fieber. Links kann eine neu aufgetretene Varikozele auf einen Tumoreinbruch in die Nierenvene hinweisen. Diagnostik der Wahl ist die kontrastmittelgestützte CT. Lokal begrenzte Tumoren werden möglichst nierenerhaltend operiert, größere durch Entfernung der ganzen Niere. Klassische Chemotherapie und Bestrahlung sind weitgehend unwirksam; im metastasierten Stadium haben Tyrosinkinase-Hemmer und Immuncheckpoint-Inhibitoren die Prognose deutlich verbessert.

💡 Nice to know

Das Nierenzellkarzinom gehört zu den wenigen Tumoren, bei denen sich Metastasen in seltenen Fällen spontan zurückbilden. Es war deshalb früh ein wichtiges Modell für die Idee, das eigene Immunsystem gegen Krebs einzusetzen.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.