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Primärer Hyperparathyreoidismus

  • ICD-10E21.0
  • Endokrinologie
  • Nebenschilddrüse

Auch bekannt als pHPT · Primärer HPT · Hyperparathyreoidismus · Nebenschilddrüsenadenom

Beim primären Hyperparathyreoidismus bildet eine, seltener mehrere Nebenschilddrüsen unkontrolliert zu viel Parathormon, in der großen Mehrzahl der Fälle durch ein gutartiges Adenom. Parathormon setzt Kalzium aus dem Knochen frei, steigert die Kalziumrückresorption in der Niere und über Vitamin D die Aufnahme im Darm. Häufig wird die Erkrankung heute zufällig über ein erhöhtes Kalzium entdeckt. Symptomatische Formen zeigen Nierensteine, Knochenschmerzen und Osteoporose, Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Verstopfung und Ulzera sowie Müdigkeit, depressive Verstimmung und Polyurie mit Durst.

Im Labor sind Kalzium und Parathormon zugleich erhöht, das Phosphat ist oft erniedrigt; die Kalziumausscheidung im Urin ist meist erhöht, was die Abgrenzung zur familiären hypokalziurischen Hyperkalzämie erlaubt. Zur Lokalisation vor der Operation dienen Sonografie und Nebenschilddrüsenszintigrafie oder PET. Einzige kurative Therapie ist die operative Entfernung des Adenoms, die bei Symptomen, stark erhöhtem Kalzium, Osteoporose, Nierensteinen oder eingeschränkter Nierenfunktion empfohlen wird. Eine hyperkalzämische Krise mit Exsikkose und Bewusstseinsstörung ist ein Notfall.

💡 Nice to know

Die klassischen Symptome lassen sich mit dem englischen Merkspruch „stones, bones, abdominal groans and psychic moans“ zusammenfassen: Nierensteine, Knochenschmerzen, Bauchbeschwerden und psychische Symptome.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.