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Prostatakarzinom

  • ICD-10C61
  • Urologie
  • Onkologie
  • Prostata

Auch bekannt als Prostatakrebs · PCa · Prostata-Ca · Adenokarzinom der Prostata

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland. Es entsteht meist in der peripheren Zone der Prostata und wächst oft langsam. Risikofaktoren sind vor allem Alter, familiäre Belastung und bestimmte Keimbahnmutationen wie BRCA2. Frühe Stadien verursachen keine Beschwerden. Fortgeschrittene Tumoren können Blasenentleerungsstörungen oder Blut im Urin verursachen und, da das Karzinom bevorzugt in die Knochen metastasiert, Rückenschmerzen und pathologische Frakturen.

Hinweise geben ein erhöhter PSA-Wert und ein derber, knotiger Tastbefund bei der rektalen Untersuchung. Heute folgt meist eine multiparametrische MRT; gesichert wird die Diagnose durch eine gezielte Stanzbiopsie, der Gleason-Score beschreibt die Aggressivität. Tumoren mit niedrigem Risiko werden oft nur aktiv überwacht. Bei lokal begrenzten Tumoren kommen radikale Prostatektomie oder Strahlentherapie infrage. Metastasierte Karzinome werden mit Hormonentzug behandelt, ergänzt durch neuere Antiandrogene, Chemotherapie oder nuklearmedizinische Verfahren wie die PSMA-Radioligandentherapie.

💡 Nice to know

Viele Männer sterben mit, aber nicht an einem Prostatakarzinom: In Autopsiestudien findet sich bei einem großen Teil älterer Männer ein unbemerkter Tumor. Genau deshalb ist die Früherkennung per PSA-Test umstritten, weil sie auch viele harmlose Tumoren aufdeckt.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.