Psoriasis vulgaris
- ICD-10L40.0
- Dermatologie
- Haut
Auch bekannt als Psoriasis · Schuppenflechte · Plaque-Psoriasis · Psoriasis vom Plaque-Typ
Die Psoriasis vulgaris ist eine chronisch-entzündliche, nicht ansteckende Hauterkrankung mit genetischer Veranlagung, bei der das Immunsystem die Erneuerung der Oberhaut stark beschleunigt. Auslöser für Schübe sind unter anderem Infekte, Stress, Verletzungen, Alkohol, Rauchen und Medikamente wie Betablocker oder Lithium. Typisch sind scharf begrenzte, gerötete, leicht erhabene Plaques mit silbrig-weißer Schuppung, bevorzugt an den Streckseiten von Ellenbogen und Knien, am behaarten Kopf, in der Gesäßfalte und am Bauchnabel. Häufig sind die Nägel mit Tüpfeln, Ölflecken oder Verdickungen beteiligt.
Die Diagnose ist meist klinisch. Beim Abkratzen der Schuppen zeigen sich typische Phänomene: das Kerzentropfphänomen, das Phänomen des letzten Häutchens und punktförmige Blutungen (Auspitz-Phänomen); neue Herde können an Stellen einer Hautverletzung entstehen (Köbner-Phänomen). Ein relevanter Teil der Betroffenen entwickelt eine Psoriasis-Arthritis; außerdem ist das Risiko für metabolisches Syndrom und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Leichte Formen werden äußerlich mit Kortison, Vitamin-D-Analoga und Lichttherapie behandelt. Bei mittelschweren bis schweren Formen kommen Methotrexat, Fumarate, Apremilast und Biologika gegen TNF, IL-17 oder IL-23 zum Einsatz.
💡 Nice to know
Biologika haben die Behandlung der Psoriasis grundlegend verändert: Mit modernen IL-17- und IL-23-Antikörpern erreicht ein großer Teil der Patienten eine fast vollständig erscheinungsfreie Haut, was vor 20 Jahren kaum vorstellbar war.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.