Alle Diagnosen

Rhizarthrose

  • ICD-10M18.9
  • Orthopädie
  • Hand
  • Gelenke

Auch bekannt als Daumensattelgelenksarthrose · Arthrose des Daumensattelgelenks · CMC-I-Arthrose · Trapeziometakarpalarthrose · Daumengrundgelenksarthrose

Die Rhizarthrose ist eine Arthrose des Daumensattelgelenks zwischen Os trapezium und erstem Mittelhandknochen. Sie ist nach der Fingerendgelenksarthrose die häufigste Arthrose der Hand und betrifft vor allem Frauen nach den Wechseljahren, oft beidseitig. Typisch sind belastungsabhängige Schmerzen an der Daumenbasis beim Greifen, Drehen und Kneifen, etwa beim Öffnen von Gläsern oder Drehen eines Schlüssels. Im Verlauf kommen Schwellung, Kraftverlust und eine Fehlstellung des Daumens hinzu.

Bei der Untersuchung ist der Grind-Test positiv: Axialer Druck mit gleichzeitiger Drehung des Daumens im Sattelgelenk löst Schmerzen und Reiben aus. Das Röntgenbild zeigt Gelenkspaltverschmälerung, Osteophyten und Subluxation. Wichtig ist die Abgrenzung zur Tendovaginitis stenosans de Quervain, bei der der Finkelstein-Test positiv ist. Behandelt wird zunächst konservativ mit Schonung, Daumenorthese, NSAR, Ergotherapie und Kortisoninjektionen. Bei anhaltenden Beschwerden wird operiert, meist mit Entfernung des Os trapezium und Sehnenaufhängung (Resektionsarthroplastik).

💡 Nice to know

Das Daumensattelgelenk ist das Geheimnis unserer Greifhand: Seine Sattelform erlaubt die Opposition, also das Gegenüberstellen des Daumens zu den anderen Fingern. Genau diese enorme Beweglichkeit macht es aber auch so anfällig für Verschleiß.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.