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Rupturierte Ovarialzyste

  • ICD-10N83.2
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Ovar

Auch bekannt als Ovarialzystenruptur · Zystenruptur · Rupturierte Corpus-luteum-Zyste · Corpus-luteum-Ruptur · Geplatzte Eierstockzyste

Funktionelle Ovarialzysten wie Follikel- oder Corpus-luteum-Zysten sind bei Frauen im gebärfähigen Alter häufig und meist harmlos. Reißt eine solche Zyste, gelangt Zystenflüssigkeit oder Blut in die Bauchhöhle. Typisch ist ein plötzlicher, einseitiger Unterbauchschmerz, oft in der zweiten Zyklushälfte, nach Geschlechtsverkehr oder körperlicher Anstrengung. Rupturiert eine Corpus-luteum-Zyste, kann es erheblich bluten, besonders unter Antikoagulation.

Wichtig ist der Ausschluss einer Eileiterschwangerschaft durch einen Schwangerschaftstest, außerdem von Ovarialtorsion und Appendizitis. Die Vaginalsonografie zeigt freie Flüssigkeit im Douglas-Raum und eventuell eine kollabierte Zyste. Bei stabilem Kreislauf genügt eine Beobachtung mit Schmerztherapie und Hämoglobinkontrollen. Bei starker Blutung mit Kreislaufinstabilität oder Hämoglobinabfall wird laparoskopisch die Blutung gestillt, wobei das Ovar möglichst erhalten wird.

💡 Nice to know

Funktionelle Zysten entstehen aus dem ganz normalen Zyklus. Deshalb verschwinden die meisten von selbst innerhalb von ein bis drei Zyklen und werden einfach sonografisch kontrolliert.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.