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Sepsis

  • ICD-10A41.9
  • Infektiologie
  • Notfallmedizin
  • Blut
  • Immunsystem

Auch bekannt als Septischer Schock · Blutvergiftung · Urosepsis · Septikämie

Eine Sepsis ist eine lebensbedrohliche Organdysfunktion, die durch eine fehlregulierte Wirtsantwort auf eine Infektion entsteht. Häufigste Ausgangsherde sind Lunge, Harnwege, Bauchraum sowie Haut und Weichteile. Besonders gefährdet sind ältere, immungeschwächte und chronisch kranke Menschen. Typisch sind Fieber oder Untertemperatur, Tachykardie, Tachypnoe, Hypotonie, Verwirrtheit und eine verminderte Urinausscheidung. Der quickSOFA-Score (Atemfrequenz ab 22/min, systolischer Blutdruck bis 100 mmHg, Bewusstseinsveränderung) hilft, gefährdete Patienten außerhalb der Intensivstation früh zu erkennen.

Von einem septischen Schock spricht man, wenn trotz ausreichender Volumengabe Vasopressoren nötig sind, um einen mittleren arteriellen Druck von 65 mmHg zu halten, und das Laktat über 2 mmol/l liegt. Entscheidend ist die Zeit: Blutkulturen abnehmen, innerhalb einer Stunde ein Breitspektrumantibiotikum geben, kristalloide Flüssigkeit infundieren und bei Bedarf Noradrenalin einsetzen. Parallel wird der Fokus gesucht und saniert, etwa durch Abszessdrainage oder Entfernung infizierter Katheter. Die Sterblichkeit des septischen Schocks liegt trotz Intensivtherapie hoch.

💡 Nice to know

Der Begriff Sepsis stammt aus dem Griechischen und bedeutet Fäulnis. Schon Hippokrates verwendete ihn, lange bevor Bakterien als Krankheitserreger bekannt waren.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.