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Skabies

  • ICD-10B86
  • Dermatologie
  • Infektiologie
  • Haut

Auch bekannt als Krätze · Scabies · Krätzmilbenbefall · Sarcoptes-Befall

Die Skabies wird durch die Krätzmilbe Sarcoptes scabiei verursacht. Die Weibchen graben Gänge in die oberste Hautschicht, legen dort Eier ab und lösen eine allergische Reaktion aus. Übertragen wird die Krätze durch engen, längeren Hautkontakt, etwa in Familien, bei Sexualkontakten oder in Pflegeeinrichtungen und Gemeinschaftsunterkünften. Leitsymptom ist ein starker Juckreiz, der nachts in der Bettwärme zunimmt. Typische Stellen sind Fingerzwischenräume, Handgelenke, Achseln, Brustwarzen, Nabel, Gürtellinie und Genitalbereich; Kopf und Rücken bleiben bei Erwachsenen meist frei.

Charakteristisch sind feine, kommaförmige Milbengänge, oft mit einem kleinen dunklen Punkt am Ende, dazu Papeln, Kratzspuren und Ekzeme. Die Diagnose wird durch den Nachweis von Milben, Eiern oder Kot per Dermatoskopie oder mikroskopisch aus einem Hautgeschabsel gesichert. Behandelt wird mit Permethrin-Creme, die auf den ganzen Körper vom Hals abwärts aufgetragen und nach einer Woche wiederholt wird, oder mit Ivermectin-Tabletten. Kontaktpersonen werden gleichzeitig mitbehandelt, Kleidung und Bettwäsche heiß gewaschen oder mehrere Tage luftdicht verpackt. Der Juckreiz kann nach erfolgreicher Therapie noch einige Wochen anhalten.

💡 Nice to know

Eine Sonderform ist die Borkenkrätze (Scabies crustosa) bei immungeschwächten oder pflegebedürftigen Menschen: Statt einiger Dutzend Milben leben hier bis zu Millionen auf der Haut. Die Betroffenen jucken paradoxerweise oft kaum, sind aber extrem ansteckend.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.