Spannungskopfschmerz
- ICD-10G44.2
- Neurologie
- Gehirn
Auch bekannt als Kopfschmerz vom Spannungstyp · Spannungstyp-Kopfschmerz · Tension-type headache · TTH
Der Kopfschmerz vom Spannungstyp ist die häufigste Kopfschmerzform überhaupt. Er ist meist beidseitig, drückend bis ziehend wie ein „zu enger Hut“, leicht bis mittelstark und wird durch körperliche Aktivität nicht verstärkt. Übelkeit fehlt, höchstens Licht- oder Lärmempfindlichkeit kommt vor. Episoden dauern 30 Minuten bis 7 Tage; bei mindestens 15 Kopfschmerztagen pro Monat spricht man von der chronischen Form. Stress, Schlafmangel und muskuläre Verspannungen gelten als Auslöser.
Die Diagnose ist klinisch, die neurologische Untersuchung ist normal; häufig ist die perikraniale Muskulatur druckschmerzhaft. Wichtig ist die Abgrenzung von Migräne, Medikamentenübergebrauchskopfschmerz und sekundären Kopfschmerzen. Akut wirken ASS, Ibuprofen, Paracetamol oder Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen. Schmerzmittel sollten an höchstens zehn Tagen im Monat eingenommen werden. Zur Prophylaxe der chronischen Form eignen sich Ausdauersport, Entspannungsverfahren und Amitriptylin.
💡 Nice to know
Pfefferminzöl auf Stirn und Schläfen wirkt in Studien beim Spannungskopfschmerz ähnlich gut wie 1 g Paracetamol und ist deshalb in den deutschen Leitlinien ausdrücklich empfohlen.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.