Handgelenksdistorsion

  • ICD-10S63.5
  • Unfallchirurgie
  • Hand

Auch bekannt als Verstauchung des Handgelenks · Handgelenksverstauchung · Handgelenkszerrung · Distorsion des Handgelenks · Wrist sprain

Bei der Handgelenksdistorsion werden Kapsel und Bänder durch eine Überdehnung gezerrt oder angerissen, ohne dass eine Fraktur, Luxation oder komplette Bandruptur vorliegt. Ursache ist meist ein Sturz auf die Hand oder ein Verdrehtrauma beim Sport. Es bestehen Schmerzen, Schwellung und eingeschränkte Beweglichkeit, oft mit nur umschriebenem Druckschmerz.

Die Distorsion ist eine Ausschlussdiagnose: Röntgen in zwei Ebenen, bei Druckschmerz in der Tabatière Kahnbeinaufnahmen und ggf. CT oder MRT. Therapie: Kühlung, Hochlagerung, kurzfristige Ruhigstellung in einer Schiene und frühe Mobilisation nach Beschwerden. Halten die Beschwerden länger als einige Wochen an, muss nach okkulten Frakturen und Bandverletzungen (Skaphoid, SL-Band, TFCC) gesucht werden.

💡 Nice to know

Die „harmlose Verstauchung“ ist eine der häufigsten Fehldiagnosen am Handgelenk. Hinter ihr verbergen sich nicht selten eine übersehene Kahnbeinfraktur oder eine skapholunäre Bandruptur, beide mit schweren Spätfolgen.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.