Akute hämatogene Osteomyelitis

  • ICD-10M86.0
  • Pädiatrie
  • Orthopädie
  • Infektiologie
  • Knochen

Auch bekannt als Osteomyelitis · Knochenmarkentzündung · Knochenentzündung · Hämatogene Osteomyelitis · Acute osteomyelitis

Die akute hämatogene Osteomyelitis entsteht durch Streuung von Bakterien über das Blut in den Knochen, vor allem bei Kindern in die gut durchbluteten Metaphysen langer Röhrenknochen wie Femur und Tibia. Häufigster Erreger ist Staphylococcus aureus, bei Kleinkindern auch Kingella kingae. Typisch sind Fieber, lokaler Schmerz, Schwellung, Überwärmung und Schonung der Extremität, kleine Kinder verweigern oft nur Gehen oder Bewegen.

CRP und BSG sind erhöht, Blutkulturen werden vor der Antibiose abgenommen. Das Röntgenbild ist in den ersten ein bis zwei Wochen meist unauffällig, früh beweisend ist das MRT. Therapie: intravenöse, später orale Antibiose über mehrere Wochen, chirurgische Sanierung bei Abszess oder Sequester. Differenzialdiagnosen sind septische Arthritis, Ewing-Sarkom, Leukämie, Trauma und Zellulitis. Komplikationen sind chronische Osteomyelitis und Wachstumsstörungen.

💡 Nice to know

Bei Säuglingen ziehen Blutgefäße noch durch die Wachstumsfuge. Deshalb greift eine Osteomyelitis bei ihnen besonders leicht auf das benachbarte Gelenk über.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.