Akute Lungenembolie
- ICD-10I26.9
- Pneumologie
- Kardiologie
- Angiologie
- Lunge
- Gefäße
Auch bekannt als Lungenembolie · LE · Lungenarterienembolie · LAE · Pulmonale Embolie
Bei der Lungenembolie verlegt ein Thrombus, meist aus einer tiefen Bein- oder Beckenvenenthrombose, Äste der Pulmonalarterie. Risikofaktoren sind Immobilisation, Operationen, Tumorerkrankungen, Schwangerschaft, hormonelle Kontrazeption, Thrombophilie und frühere Thrombosen. Typisch sind plötzliche Dyspnoe, Tachypnoe, atemabhängiger Thoraxschmerz, Tachykardie, Husten mit eventuell blutigem Auswurf und in schweren Fällen Synkope oder Schock durch akutes Rechtsherzversagen.
Die Diagnostik richtet sich nach der klinischen Wahrscheinlichkeit, etwa nach dem Wells-Score. Bei niedriger Wahrscheinlichkeit kann ein normales D-Dimer die Lungenembolie ausschließen; sonst ist die CT-Pulmonalisangiografie Methode der Wahl. Echokardiografie und Troponin helfen bei der Risikostratifizierung. Die Basistherapie ist eine Antikoagulation, heute meist mit direkten oralen Antikoagulanzien, für mindestens drei Monate. Bei hämodynamisch instabilen Patienten wird systemisch lysiert, alternativ kathetergestützt oder chirurgisch embolektomiert.
💡 Nice to know
Das klassische EKG-Muster SIQIII-Typ ist ein Prüfungsliebling, kommt aber nur bei einem kleinen Teil der Patienten vor. Der häufigste EKG-Befund bei Lungenembolie ist schlicht eine Sinustachykardie.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.