Akute Sinusitis

  • ICD-10J01.9
  • HNO
  • Atemwege

Auch bekannt als Sinusitis · Rhinosinusitis · Nasennebenhöhlenentzündung · Akute Rhinosinusitis · Sinusitis maxillaris

Die akute Rhinosinusitis ist eine Entzündung von Nasenschleimhaut und Nasennebenhöhlen, meist im Anschluss an einen viralen Erkältungsinfekt. Nur ein kleiner Teil wird bakteriell superinfiziert, etwa mit Pneumokokken oder Haemophilus influenzae; eine Kieferhöhlenentzündung kann auch von den Zähnen ausgehen. Typisch sind behinderte Nasenatmung, eitriger Schnupfen, Druckgefühl oder Schmerz über Stirn, Wangen oder Augen, der sich beim Bücken verstärkt, und ein verminderter Geruchssinn.

Die Diagnose ist klinisch, Bildgebung ist nur bei Komplikationen oder unklarem Verlauf nötig. Die meisten Fälle heilen innerhalb von zehn Tagen spontan. Abschwellende Nasensprays, Nasenspülungen, Analgetika und bei ausgeprägten Beschwerden topische Kortikosteroide lindern die Symptome. Antibiotika sind nur bei starken Schmerzen, hohem Fieber, „zweigipfligem“ Verlauf oder Komplikationen angezeigt. Alarmzeichen sind Lidschwellung, Doppelbilder, Sehstörung, starke Stirnschmerzen und Bewusstseinsstörungen, die auf eine orbitale oder intrakranielle Ausbreitung hinweisen.

💡 Nice to know

Bei Neugeborenen sind von den Nasennebenhöhlen nur Siebbein- und Kieferhöhle angelegt, die Stirnhöhle entwickelt sich erst im Schulalter. Eine Stirnhöhlenentzündung bei Kleinkindern gibt es deshalb praktisch nicht.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.