Alzheimer-Demenz
- ICD-10G30.9
- Neurologie
- Geriatrie
- Gehirn
Auch bekannt als Morbus Alzheimer · Alzheimer-Krankheit · Demenz vom Alzheimer-Typ · Alzheimer · Alzheimer's disease
Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Demenzform. Extrazelluläre Amyloid-β-Plaques und intrazelluläre Tau-Fibrillen führen zum fortschreitenden Untergang von Neuronen, zuerst im medialen Temporallappen. Wichtigster Risikofaktor ist das Alter, daneben das ApoE-ε4-Allel, kardiovaskuläre Risikofaktoren und familiäre Formen. Typisch ist ein schleichender Beginn mit Störungen des Neugedächtnisses, später Orientierungs-, Sprach- und Alltagsstörungen bei lange erhaltener Fassade.
Die Diagnose stützt sich auf Anamnese mit Fremdanamnese, neuropsychologische Tests, Bildgebung (Hippocampusatrophie) und ggf. Liquor- oder PET-Biomarker. Reversible Ursachen wie Hypothyreose, Vitamin-B12-Mangel, Depression, Normaldruckhydrozephalus und chronisches Subduralhämatom müssen ausgeschlossen werden. Behandelt wird mit Acetylcholinesterasehemmern und Memantin, in frühen Stadien kommen Anti-Amyloid-Antikörper infrage. Nicht medikamentöse Maßnahmen und Unterstützung der Angehörigen sind zentral.
💡 Nice to know
Alois Alzheimer stellte 1906 den Fall seiner Patientin Auguste Deter vor. Ihr Satz „Ich habe mich sozusagen verloren“ wurde später berühmt.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.