Amotio retinae
- ICD-10H33.0
- Ophthalmologie
- Auge
Auch bekannt als Netzhautablösung · Ablatio retinae · Rhegmatogene Netzhautablösung · Retinal detachment · Netzhautablösung des Auges
Bei der rhegmatogenen Amotio retinae gelangt Flüssigkeit durch ein Netzhautloch unter die Netzhaut und hebt sie vom Pigmentepithel ab. Auslöser ist meist eine hintere Glaskörperabhebung mit Zug an der Netzhaut; Risikofaktoren sind Myopie, Kataraktoperation, Trauma und Amotio am Partnerauge. Warnsymptome sind Lichtblitze und plötzlich auftretende schwarze Punkte („Rußregen“), dann ein von der Peripherie fortschreitender Schatten oder Vorhang. Schmerzen bestehen nicht.
Die Diagnose stellt der Augenarzt in der Fundoskopie bei weiter Pupille, bei fehlendem Einblick per Ultraschall. Netzhautlöcher ohne Ablösung werden gelasert. Bei Ablösung wird zügig operiert, besonders solange die Makula noch anliegt: Vitrektomie mit Gas- oder Silikonöltamponade, eindellende Operation oder pneumatische Retinopexie. Differenzialdiagnosen: hintere Glaskörperabhebung ohne Riss, Glaskörperblutung, Gefäßverschlüsse, Migräne mit Aura.
💡 Nice to know
Nach einer Operation mit Gasblase im Auge darf man nicht fliegen und keine Lachgasnarkose bekommen: Die Gasblase dehnt sich bei sinkendem Luftdruck aus und kann den Augendruck gefährlich erhöhen.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.