Glaskörperblutung
- ICD-10H43.1
- Ophthalmologie
- Auge
Auch bekannt als Glaskörpereinblutung · Hämophthalmus · Vitreous hemorrhage · Blutung in den Glaskörper
Bei der Glaskörperblutung gelangt Blut in den sonst klaren Glaskörper. Häufigste Ursachen sind proliferative diabetische Retinopathie, Netzhautrisse bei hinterer Glaskörperabhebung, Gefäßneubildungen nach Venenverschlüssen und Trauma. Typisch ist eine plötzliche, schmerzlose Sehverschlechterung, oft angekündigt durch dunkle Schlieren oder „Rußregen“; bei massiver Blutung bleibt nur Lichtwahrnehmung.
Fundoskopisch ist der Einblick getrübt oder aufgehoben, deshalb wird mit Ultraschall eine Netzhautablösung ausgeschlossen. Therapie richtet sich nach der Ursache: abwarten mit erhöhtem Oberkörper bei leichter Blutung, Laserbehandlung und intravitreale VEGF-Hemmer bei diabetischer Retinopathie, Vitrektomie bei fehlender Resorption oder Netzhautablösung. Differenzialdiagnosen: Amotio retinae, Gefäßverschlüsse, Uveitis, Glaskörpertrübungen.
💡 Nice to know
Beim Terson-Syndrom tritt eine Glaskörperblutung als Folge einer Subarachnoidalblutung auf. Sie gilt als Zeichen einer schwereren Blutung und kann bei Bewusstlosen nur durch Augenspiegeln entdeckt werden.
Medizinischer & rechtlicher Hinweis
Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.