Eisenmangelanämie

  • ICD-10D50.9
  • Hämatologie
  • Blut

Auch bekannt als Eisenmangel, Sideropenische Anämie, Mikrozytäre Anämie, Iron deficiency anemia

Die Eisenmangelanämie ist die häufigste Anämie weltweit. Ursachen sind Blutverluste (Menstruation, Magen-Darm-Trakt), erhöhter Bedarf (Schwangerschaft, Wachstum), verminderte Aufnahme (Zöliakie, atrophische Gastritis, bariatrische Operation, Protonenpumpenhemmer) und eisenarme Ernährung. Typisch sind Müdigkeit, Blässe, Belastungsdyspnoe, Mundwinkelrhagaden, brüchige Nägel, Haarausfall und Restless Legs.

Im Labor finden sich eine mikrozytäre, hypochrome Anämie, ein erniedrigtes Ferritin und eine niedrige Transferrinsättigung; bei Entzündung kann das Ferritin falsch normal sein. Entscheidend ist die Ursachensuche, bei Männern und Frauen nach der Menopause mit Magen- und Darmspiegelung. Behandelt wird mit oralem Eisen, bei Unverträglichkeit, Malabsorption oder fehlendem Ansprechen intravenös. Spricht ein Eisenmangel auf Tabletten nicht an, sollte an eine Zöliakie gedacht werden.

💡 Nice to know

Ein kurioses Zeichen des Eisenmangels ist die Pagophagie: Betroffene verspüren den Drang, Eiswürfel zu kauen. Mit der Eisengabe verschwindet das Verlangen oft schnell.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.