Gastroösophagealer Reflux im Säuglingsalter

  • ICD-10K21.9
  • Pädiatrie
  • Gastroenterologie
  • Speiseröhre
  • Magen

Auch bekannt als Säuglingsreflux · Speikind · GÖR · Spucken beim Säugling · Infant reflux

Der gastroösophageale Reflux ist beim Säugling überwiegend physiologisch: Der untere Ösophagussphinkter ist noch unreif, der Magen klein und die Nahrung flüssig. Viele Säuglinge spucken in den ersten Lebensmonaten regelmäßig kleinere Mengen, ohne dabei zu leiden. Erst wenn Komplikationen auftreten, etwa Gedeihstörung, Nahrungsverweigerung, Ösophagitis oder respiratorische Probleme, spricht man von einer Refluxkrankheit.

Die Diagnose ist klinisch; Warnzeichen wie galliges oder schwallartiges Erbrechen, Blut, Fieber, Lethargie oder Gewichtsverlust erfordern eine Abklärung (Pylorusstenose, Malrotation, Infektion, Kuhmilchproteinallergie, Stoffwechselstörung). Therapie beim unkomplizierten Reflux: Aufklärung der Eltern, kleinere Mahlzeiten, Andicken der Nahrung, aufrechtes Halten nach dem Füttern. Säureblocker sind nur bei nachgewiesener Refluxkrankheit sinnvoll. Die Beschwerden verschwinden meist bis zum Ende des ersten Lebensjahres.

💡 Nice to know

Die alte Hebammenweisheit „Speikinder sind Gedeihkinder“ trifft meist zu: Ein Säugling, der spuckt, aber gut zunimmt und zufrieden ist, braucht in der Regel keine Therapie.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.