Klimakterisches Syndrom

  • ICD-10N95.1
  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Ovar

Auch bekannt als Wechseljahresbeschwerden · Menopausales Syndrom · Klimakterium · Perimenopause · Menopause

Mit dem Nachlassen der Ovarfunktion um das 50. Lebensjahr sinken Östrogen- und Progesteronspiegel, die Zyklen werden unregelmäßig, bis die Menstruation ausbleibt. Viele Frauen bekommen vasomotorische Beschwerden: Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche und Herzklopfen, dazu Schlafstörungen, Reizbarkeit, depressive Verstimmung, Gelenkbeschwerden und urogenitale Atrophie. Die Beschwerden können über mehrere Jahre anhalten.

Die Diagnose ist klinisch; Hormonwerte (FSH) schwanken in der Perimenopause stark und sind nur eingeschränkt hilfreich. Auszuschließen sind Hyperthyreose, Phäochromozytom, Karzinoidsyndrom, Medikamentennebenwirkungen und Panikstörung. Therapie: Aufklärung und Lebensstil, bei relevanten Beschwerden Hormontherapie mit Östrogen (bei erhaltenem Uterus kombiniert mit Gestagen) in möglichst niedriger Dosis, alternativ nicht hormonelle Optionen wie SSRI oder SNRI.

💡 Nice to know

Seit 2023 gibt es mit Fezolinetant ein neues nicht hormonelles Medikament gegen Hitzewallungen. Es blockiert den Neurokinin-3-Rezeptor im Temperaturregulationszentrum des Hypothalamus.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.