Kuhmilchproteinallergie

  • ICD-10K52.2
  • Pädiatrie
  • Allergologie
  • Darm
  • Immunsystem

Auch bekannt als Kuhmilchallergie · KMPA · Milcheiweißallergie · Proteininduzierte Proktokolitis · Cow's milk protein allergy

Die Kuhmilchproteinallergie ist die häufigste Nahrungsmittelallergie im Säuglingsalter. Sie kann IgE-vermittelt (Urtikaria, Erbrechen, selten Anaphylaxie kurz nach Aufnahme) oder nicht IgE-vermittelt verlaufen (verzögert mit Erbrechen, Durchfall, Blut- und Schleimauflagerungen im Stuhl, Gedeihstörung, Ekzem). Auch voll gestillte Kinder können über Milchproteine in der Muttermilch reagieren.

Die Diagnose wird durch Eliminationsdiät mit Besserung und anschließender kontrollierter Re-Exposition gesichert; Prick-Test und spezifisches IgE helfen nur bei der IgE-vermittelten Form. Therapie: Milcheiweißfreie Ernährung der stillenden Mutter oder extensiv hydrolysierte bzw. Aminosäure-Nahrung. Differenzialdiagnosen sind Laktoseintoleranz (beim Säugling selten), Säuglingsreflux, Infektionen, Pylorusstenose und Säuglingskoliken. Die Prognose ist gut, die meisten Kinder werden bis zum Schulalter tolerant.

💡 Nice to know

Ziegen- oder Schafsmilch sind keine Alternative: Ihre Proteine ähneln denen der Kuhmilch so stark, dass die meisten Betroffenen auch darauf reagieren.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.