Oligoartikuläre juvenile idiopathische Arthritis

  • ICD-10M08.4
  • Rheumatologie
  • Pädiatrie
  • Gelenke

Auch bekannt als Oligoarthritis · Oligoartikuläre JIA · Juvenile Oligoarthritis · Frühkindliche Oligoarthritis · Oligoarticular JIA

Die oligoartikuläre Form ist die häufigste Unterform der juvenilen idiopathischen Arthritis. Definitionsgemäß sind in den ersten sechs Monaten höchstens vier Gelenke betroffen, meist Knie oder Sprunggelenk, die Hüfte eher selten. Typisch sind Kleinkinder, vor allem Mädchen, mit schmerzarmer Gelenkschwellung, Morgensteifigkeit und Hinken, ohne Fieber und bei gutem Allgemeinzustand. Häufig sind antinukleäre Antikörper nachweisbar.

Die Diagnose ist klinisch nach Ausschluss anderer Ursachen (septische Arthritis, reaktive Arthritis, Lyme-Arthritis, Trauma, Leukämie). Therapie: nichtsteroidale Antirheumatika, intraartikuläre Glukokortikoide, bei Verlauf mit vielen Gelenken Methotrexat oder Biologika. Physiotherapie verhindert Fehlstellungen. Bei frühem Gelenkbefall kann es zu lokalen Wachstumsstörungen mit Beinlängendifferenz kommen.

💡 Nice to know

Gefährlichste Begleiterkrankung ist eine chronische Uveitis anterior, die bei diesen Kindern meist völlig schmerzlos und ohne rotes Auge verläuft. Deshalb gehören regelmäßige Spaltlampenkontrollen zur Standardbetreuung.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.