Panikstörung

  • ICD-10F41.0
  • Psychiatrie
  • Psychosomatik
  • Psyche

Auch bekannt als Panikattacken · Episodisch paroxysmale Angst · Angststörung mit Panikattacken · Panic disorder

Die Panikstörung ist durch wiederkehrende, unerwartete Panikattacken gekennzeichnet, die innerhalb von Minuten ihren Höhepunkt erreichen: Herzrasen, Brustenge, Atemnot, Schwitzen, Zittern, Schwindel, Kribbeln und Todesangst oder Angst, verrückt zu werden. Zwischen den Attacken entwickelt sich häufig Erwartungsangst und Vermeidungsverhalten, oft mit Agoraphobie. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen, Beginn meist im jungen Erwachsenenalter.

Vor der Diagnose müssen körperliche Ursachen ausgeschlossen werden: Rhythmusstörungen, Hyperthyreose, Hypoglykämie, Phäochromozytom, Asthma, Drogen- und Koffeinkonsum. Therapie der ersten Wahl ist die kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition, medikamentös SSRI oder SNRI. Benzodiazepine sind wegen Abhängigkeitsrisiko nur kurzfristig vertretbar. Die Prognose unter Therapie ist gut.

💡 Nice to know

Die Inhalation eines Gasgemischs mit 35 % CO₂ löst bei Menschen mit Panikstörung deutlich häufiger eine Attacke aus als bei Gesunden. Dieses Phänomen wird in der Forschung als Provokationstest genutzt.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.