Phlegmone

  • ICD-10L03.11
  • Dermatologie
  • Infektiologie
  • Haut

Auch bekannt als Zellulitis, Cellulitis, Phlegmonöse Entzündung, Bakterielle Weichteilinfektion

Die Phlegmone ist eine diffuse, sich flächenhaft ausbreitende bakterielle Entzündung der tiefen Dermis und Subkutis, meist durch Staphylococcus aureus, seltener durch Streptokokken. Eintrittspforten sind Wunden, Insektenstiche, Injektionen oder Ulzera. Klinisch zeigen sich eine unscharf begrenzte, teigige, schmerzhafte Rötung und Schwellung, oft mit Fieber, Lymphangitis und eitriger Einschmelzung.

Die Diagnose ist klinisch; die Sonographie zeigt begleitende Abszesse, ein Wundabstrich hilft bei der Erregerbestimmung. Abzugrenzen sind Erysipel (scharf begrenzt, oberflächlicher), nekrotisierende Fasziitis, tiefe Beinvenenthrombose und Bursitis. Behandelt wird mit staphylokokkenwirksamen Antibiotika wie Cefazolin oder Flucloxacillin, Ruhigstellung und Hochlagerung; Abszesse werden chirurgisch eröffnet. Phlegmonen der Hand sind chirurgische Notfälle.

💡 Nice to know

Im Englischen heißt die Phlegmone „cellulitis“. Das führt regelmäßig zu Verwechslungen mit der deutschen „Cellulite“, der harmlosen Orangenhaut.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.