Pseudogicht

  • ICD-10M11.29
  • Rheumatologie
  • Gelenke

Auch bekannt als Chondrokalzinose, CPPD, Kalziumpyrophosphat-Arthropathie, CPPD-Arthritis, Akute CPP-Kristallarthritis

Bei der Pseudogicht lagern sich Kalziumpyrophosphatdihydrat-Kristalle im Gelenkknorpel ab und lösen akute Entzündungsschübe aus. Betroffen sind vor allem ältere Menschen; assoziiert sind Hyperparathyreoidismus, Hämochromatose, Hypomagnesiämie und Hypophosphatasie. Der akute Anfall betrifft meist Knie oder Handgelenk und tritt oft nach Operationen oder schweren Erkrankungen auf.

Im Gelenkpunktat finden sich rhomboide, schwach positiv doppelbrechende Kristalle, im Röntgenbild Verkalkungen von Menisken oder Discus triangularis. Abzugrenzen sind Gicht und septische Arthritis. Behandelt wird mit Punktion und intraartikulärem Glukokortikoid, NSAR oder Colchicin. Eine Therapie, die die Kristalle auflöst, gibt es anders als bei der Gicht nicht.

💡 Nice to know

Tritt eine Chondrokalzinose schon vor dem 60. Lebensjahr auf, sollte gezielt nach Hämochromatose, Hyperparathyreoidismus und Hypomagnesiämie gesucht werden.

Medizinischer & rechtlicher Hinweis

Einfach Medizin Pathio ist ein Lern- und Ratespiel. Die gezeigten Fälle sind vereinfacht und dienen ausschließlich Unterhaltungs- und Bildungszwecken. Sie ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.